Modellentstehung

Der Prototyp

In enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden und unter Berücksichtigung deren Vorstellungen entsteht zuerst eine genaue Modell- und Funktionsbeschreibung. Diese listet alle gewünschten und technisch machbaren Eigenschaften ausführlich auf.

Anhand von Original-3D-Daten, Fotos und Skizzen entsteht in der Konstruktionsabteilung ein originalgetreues virtuelles Modell, mit allen späteren Einzelteilen, Funktionen und Details. Auf Basis dieser Daten entsteht im Musterbau ein Prototyp, auch Handmodell genannt. Hier können alle eventuellen Probleme, welche je nach Komplexität des angestrebten Modells auftreten können, erkannt und gegebenenfalls beseitigt werden. Nach erfolgreichem Abschluss dieser Versuchsphase werden die Konstruktionsdaten aktualisiert und die erforderlichen Spritz- und Druckgusswerkzeuge entworfen.
Die Gussteile

Im Werkzeugbau werden mit hochpräziser CNC-Werkzeugmaschinen die Stahlformen zur Herstellung der Spritz- und Druckgussteile auf Bruchteile eines Millimeters genau angefertigt.

In diese Formen wird dann mittels Gießmaschinen eine 410°C heiße flüssige Zinklegierung mit hohem Druck eingegossen. Pro Form können je nach Größe und Beschaffenheit ein oder mehrere Einzelteile gefertigt werden. Das flüssige Metall füllt in der Form über kleine Kanäle ein Teil nach dem anderen. Die Kunststoffteile werden in einem sehr ähnlichen Verfahren geformt, allerdings spricht man hierbei nicht vom Gießen sondern vom Spritzen.
Die Metall-Rohteile werden noch mittels Gleitschleifmaschinen von produktionsbedingten scharfen Kanten befreit und einer Qualitätsprüfung unterzogen.


Die Lackierung


Nun bekommen die Rohteile ihre jeweilige Farbe. Die Lackierereien sind nach modernsten Gesichtspunkten der heutigen Lackiertechnik eingerichtet und erfüllen natürlich alle Anforderungen des Gesundheits- und Umweltschutzes nach europäischen Standards.

Die Einzelteile wandern durch eine Lackieranlage, durch statische Aufladung lagern sich die Lackpartikel gleichmäßig auf der Teile-Oberfläche an. Wasserberieselungsanlagen binden den überschüssigen Lacknebel, der dann problemlos entsorgt werden kann. Spezielle Filter ermöglichen die Arbeit in völliger Staubfreiheit. Leichter Überdruck in der Lackierhalle verhindert, daß beim Öffnen der Türen Staub in die benachbarten Arbeitsräume eindringen kann. In einem Brennofen wird die Farbe anschließend bei 150°C eingebrannt.

Mittels Tampondruckmaschinen werden nun noch die firmenspezifischen Aufdrucke angebracht. Dabei wird eine Platine mit eingeätzter Kontur des Aufdruckes angefertigt. In diese Kontur wird Farbe gezogen, welche von einem Stempel, dem sogenannten Tampon, abgenommen und auf das Modellteil gedruckt wird.

 

 

 


Die Montage

Die fertig bedruckten Einzelteile können nun zu einem Modell zusammengefügt werden.
Mit speziell angefertigten Vorrichtungen werden zBsp. Räder auf Achsen gepresst oder Ober- und Unterwagen verschraubt. In sorgfältiger Handarbeit müssen Einzelteile wie Spiegel, Antennen oder Lampen in kleine Aufnahmelöcher gesetzt und verklebt werden. Nach Kontrolle aller Befestigungen erfolgt noch eine letzte Funktions- und Qualitätskontrolle.

Die Verpackung

Wir verpacken den überwiegenden Teil unserer Modelle in stabilem und stoßfestem Styropor. Dieses wird schon in der Prototypenphase konstruiert. Zur Herstellung werden kleine aufgeschäumte Styroporkugeln in Formen gefüllt und dann mit heißem Dampf zu einem festen Block gebacken.

Der farbige Umkarton wird in Zusammenarbeit mit unseren Kunden von einem Grafiker gestaltet. Das auf Karton gedruckte Layout wird maschinell gestanzt, gefaltet und verklebt.

Nun kann jedes NZG-Modell seine lange Reise an Kunden rund um den Globus antreten.
Prototyp erster Metall-Test-Abguss Lack-Muster Vorproduktions-Muster